Verfahrensvorgabe des Parteivorstands zur Wahl des SPD-Vorsitzenden ist eine Farce – Tagesbrief 25. Juni 2019

vollständiger Tagesbrief im pdf-Format hier!

Wichtige Infos für Journalisten und Sozialdemokraten:

Die Verfahrensentscheidung des Parteivorstands für die Vorsitzendenwahl 2019 ist eine Farce! – Aber das macht nichts, das kriegen wir noch repariert.

 

Zusammefassung:

Bei dem vom Vorstand festgelegten Verfahren wird nicht der Parteivorsitzende bestimmt, sondern der Kandidat des Vorstands. Also der, über den der Vorstand den Parteitag im Dezember abstimmen lässt.

Gelegenheit sich mit seinem Angebot als Kandidat vorzustellen, bekommen in dem Verfahren des Vorstands faktisch nur die großen, bekannten Bewerber, die dann aber vorab akzeptieren müssen, dass sie später nicht mehr als Einzelbewerber auftreten dürfen.

Tatsächlich können Einzelbewerber auch dann kandidieren, wenn sie die Nominierung durch einen großen SPD Verband nicht schaffen, oder den Verzicht auf eine separate Parteitagskandidatur nicht unterschreiben wollen. Sie brauchen nur drei Ortsvereine von sich zu überzeugen.

Da es eine ganze Reihe von Bewerbern geben wird, ist es im Grund für alle besser, auf das Verfahren des Vorstands nicht einzugehen, sondern sich einzeln nominieren zu lassen. Das verringert das Risiko, schon vorab zu scheitern, erheblich.   

Traurig aber wahr: Es bleibt dabei, dass die SPD-Mitglieder ihre/n Vorsitzende/n nicht direkt wählen dürfen.

Das alles wird die Lage nicht befrieden, sondern zu neuen Konflikten und Unzufriedenheiten führen.

Ich selber bleibe bei meiner Bewerbung vom 15. Juni und werde mich ab sofort um Unterstützung durch Ortsvereine bemühen.

 

weitere Hintergrundinformationen in meinem heutigen Tagesbrief!

Habe mich gestern den Berliner Sozialdemokraten als Bewerber vorgestellt – Tagesbrief 21. Juni 2019

Hier ist der ganze Tagesbrief im pdf-Format.

Liebe Leute,

gestern Abend war ich im Willy-Brandt-Haus und habe meine Bewerbung bekannt geben. Tatsächlich sind sage und schreibe 350 Genossen der spontanen Einladung der Berliner Parteispitze gefolgt. Es gab eine lebhafte und vielfach engagierte Diskussion. Mein Beitrag wurde von zustimmendem und freundlichem Nicken der Teilnehmer begleitet. Ich war wirklich überrascht, aber es gab keinerlei negatives Feedback!

          Bild oben: Ich während meines Beitrags auf der Veranstaltung der Berliner SPD im Willy-Brandt-Haus am 20. Juni 2019

vollständiger Tagesbrief hier

„Die SPD braucht eine Rovolution“ – Tagesbrief 19. Juni 2019

vollständiger Tagesbrief als pdf hier

Meine Bewerbung für den Parteivorsitz der SPD 2019:                           

„Die SPD braucht eine Revolution!“

 

Liebe Leute,

wer ist die SPD und wem gehört sie?

Die Funktionärsschicht der SPD macht etwa ein Zehntel aller Parteimitglieder aus. Die Funktionäre sind also eine innerparteiliche Minderheit, die alle anderen Mitglieder dominieren.

Unsere Partei ist durch das Handeln dieser Minderheit Jahr für Jahr tiefer gefallen, unser Ende als relevante politische Kraft ist absehbar. An der Zusammensetzung der Funktionäre hat sich seit Jahren wenig geändert.

Das muss nun anders werden. Und ich fürchte, es ist die letzte Chance für die SPD.

Nur wie ist es möglich, einen großen Teil der Funktionäre, Parteitagsdelegierten und Vorstandsmitglieder auszutauschen? Freiwillig treten sie nicht zurück, obwohl es überfällig ist.

Eine Initiative wie meine hat solange keine Aussicht auf Erfolg, wie es mir nicht gelingt, meine Genossinnen und Genossen mit meinem Vorschlag und Angebot überhaupt zu erreichen. Darum meine herzliche Bitte: verbreitet meine Bewerbung, macht die Menschen auf mich aufmerksam, gebt unserer Partei noch eine Chance!

In diesem Brief gebe ich einige Informationen über mich. Die Positionen, die ich inhaltlich für die SPD anstrebe, werden bei weitem nicht alle Genossinnen und Genossen teilen, aber manche. Bitte vergesst nicht: Es gibt in unserer Partei keine Einheitlichkeit von Positionen – noch nicht. Auch Malu Dreyer, Thorsten Schäfer-Gümbel und Manuela Schwesig vertreten Minderheitenpositionen, von Kevin Kühnert ganz zu schweigen. Wäre es anders, dann hätten wir längst Hartz 4 in seiner Gesamtheit abgeschafft, wichtige Großkonzerne und die Banken verstaatlicht und würden die Mieten für die „kleinen Leute“ aus der Staatskasse zahlen. – Ein einheitliches Profil der SPD gibt es nicht, wir müssen es erst schaffen. Und auf dem Weg dorthin werden wir uns zusammenraufen müssen, auch wenn wir unterschiedliche politische Präferenzen haben und Ziele verfolgen. –  Geht es Euch nicht wie mir, wollt ihr nicht auch endlich Klarheit darüber haben, wofür die SPD heute noch steht? Alles ist besser als diese lähmende Ungewissheit.     

Warum habe ich dieses skurile Bewerbungsvideo von mir in Youtube eingestellt? Und wozu so ein irres Bewerbungsfoto?

Weil ich mit wohldurchdachten Schriften alleine niemanden erreichen werde, selbst wenn meine Vorschläge vernünftig sind. Damit hatte ich es bereits bei der Vorsitzendenwahl 2018* versucht und bin gescheitert. Die Funktionärsschicht, die alleine ich nur ansprechen konnte (weil nur deren eMail-Adressen öffentlich zugänglich sind), und offenbar auch die etablierten Medien hatten offenkundig wenig Interesse daran, dass eine gangbare Alternative bekannt wird. Bis auf weiteres mache ich daher weiter mit den „spaßigen Videos mit ernstem Hintergrund“.

Meine Kritik an der Erneuerung und meine Vorstellungen von einem wirklichen Erneuerungsprozess habe ich seit Anfang 2018 auf meiner Website mehrfach dargelegt (in meinen Tagesbriefen).

Mein Bewerbungsfoto war im Moment seines Entstehens übrigens brandaktuell (so wie ich auf der nächsten Seite erneut ein aktuelles Foto zeige). Ich musste mir zwei Stunden zuvor einen Zahn ziehen lassen und hatte Schmerzen. Trotzdem wollte ich meine Bewerbung auf den Weg bringen. Ich erlaubte mir, dem ästhetisierend künstlichen Politikbetrieb, der stets gutaussehende, möglichst junge oder jugendlich und optimistisch wirkende Gesichter nach vorne stellt, in einem Akt grenzenloser Unverschämtheit und Respektlosigkeit das Gesicht eines ungeschminkten und indisponierten Alltagsmenschen entgegen zu setzen.

den vollständige Tagesbrief gibt’s hier!

Oops, ich habe es wieder getan…

http://stephan-kohn.de/wp-content/uploads/2019/06/190614-Tagesbrief-fin.pdf Oops, ich habe es wieder getan…

Liebe Leute,

die SPD hat bis heute immer noch nicht eine/n einzige/n Kandidaten für das vakante Amt des Parteivorsitzenden. – Seid Ihr so bescheiden? Oder so feige?

Dann spring ich mal in die Lücke!     mein Bewerbungsvideo auf YOUTUBE!

Ich bin ein Mann der Basis, einer der 90 % Parteimitglieder, die keine Mandate oder gut besoldete Posten haben. Einer, der einen ordentlichen Beruf erlernt hat und einiges an Lebens- und Berufserfahrungen in den letzten etwa sechzig Jahren sammeln konnte. Einer, der bereit ist, seinen Beitrag zur Erneuerung und Wiedererfindung unserer Partei beizutragen. Vielleicht bin ich die Hoffnung der SPD.

Ich habe ein aktuelles Bild von mir eingefügt, es ist von heute. Ich war vorhin beim Zahnarzt, daher sehe ich nicht ganz so aus wie sonst. Aber das bin ich. Ungekünstelt, präsent und zu allen notwendigen Taten bereit.

Es reicht! Die Parteiführung verweigert uns an der Basis hartnäckig die Erneuerung.

Jetzt muss die Basis das in die Hand nehmen!

(…)

… zur Langfassung hier!